12. November

Endlich!



Endlich! Endlich!! Endlich!!!



Endlich! Endlich!! Endlich!!!
Wir haben unser Auto zurück! Nach nun fast 3 Monaten konnten wir unseren Landy am Freitag aus der Werkstatt abholen. Neben einer neuen Kupplung musste der Zylinderkopf ausgetauscht werden. Das bereits beschriebene Problem mit Diesel im Kühlwasser war durch den Tausch des Dieselkühlers leider nicht behoben, so blieb nur noch diese Möglichkeit. Um die Kosten etwas geringer zu halten haben wir uns für einen Nachbau aus England entschieden. Mit Entscheidung, Bestellung, Versand und Einbau hat es seine Zeit gebraucht. Doch jetzt haben wir unser Auto endlich wieder. Jetzt heißt es fleißig basteln. Einiges muss noch getan werden. Die Kardanwelle hat noch zu viel Spiel, die Mitnehmer und Steckachsen sollten getauscht werden, unsere Kühlbox seinen Platz finden und das Bordelektroniksystem überarbeitet werden. 
Nebenher sind wir weiter fleißig am Versicherungen abschließen, die Navigation auszuprobieren, viele Infos zusammeln und die letzten Reiseutensilien zusammenzusuchen. Hierfür suchen wir noch DEIN bestes Buch. Würden uns freuen wenn du uns dein Lieblingsbuch mit auf die Reise gibst. Egal ob Roman, Fachbuch oder Krimi.

Februar bis August: Dieselspur

Tansania
Dieselspur quer durch Europa

Schon seit Anfang an verliert unser Landy nach längeren Fahrten, bei denen der Motor warm wird, Kühlwasser. Zuerst dachten wir, es ist einfach zu viel drin. Bei einer längeren Fahrt schon vor dem Urlaub ging dann ein Kühlwasserschlauch kaputt und wurde anschließend von uns durch einen neuen erstetzt. Auch roch das auslaufende Kühlwasser irgendwie nach Diesel. Wir schoben es anfangs auf die Antirost- und Antigefirer-Zusätze im Kühlsystem. Die großen hässlichen Flecken unter dem Auto  kamen leider immer wieder egal was wir versucht haben.

Und auch im Urlaub machte uns das Kühlwassersystem schon nach kürzester zeit Probleme. Zwischen Augsburg und Ulm mussten wir das erste Mal raus auf einen Rastplatz, weil Aufgrund erhöhten Drucks im Kühlsystem eine Schelle des neuen Schlauches nicht mehr genug abgedichtet hat und das Kühlwasser rausgespritzt ist. Nach einigen Telefonaten bekamen wir die Adresse einer Landrover Werkstatt in München. Da wussten wir noch nicht, dass es sich um das Nobelautohaus Avolon Prmiums Cars handelt. Leider konnte uns dort nicht geholfen werden. Totalschaden, Auto stehen lassen für mindetsens 7 Tage war die Aussage. Auf unsere Erklärung hin wurde die entsprechende Schelle für stolze 60€ getauscht, ohne das tatsächliche Problem zu erkennen. Etwas ernüchtert aber froh dass es weiter gehen konnte ging es für einige Hundert Kilometer ruhig weiter. Bis eine kleine Kühlwasserzuleitung einen Riss bekam und wir wieder unerwünscht stoppen mussten. Mit „Rescue Tape“ konnte der Schlauch geflickt werden. Einige weitere hundert Kilometer und einige Pässe später war plötzlich in einem Tunnel nach Rijeka der Fahrerraum voller weißem Rauch. Nichts wie rechts ran und Motorhaube auf. Da war nichts mehr zu machen. Der erst neulich getauschte Schlauch war geplatzt. ADAC anrufen und auf den Abschleppwagen warten. In der Wrekstatt erklärte man uns sie versuchen es zu reparieren, aber wenn sich wieder zu viel Druck im System aufbauen wird, sei wohl die Zylinderkopfdichtung kaputt. Das würde bedeuten Heimreise, Urlaub zu Ende. Nach 4 Stunden gab der Werkstattmeister dann Entwarnung. Er habe es repariert und nach einer Probefahrt könnten wir weiterfahren. Zu Hause wäre dann allerdings dringend eine große Inspektion fällig. Etwas skeptisch, was sich nun am tätsächlichen Problem des erhöhten Drucks verändert haben soll, machten wir uns auf die Weiterfahrt und wiedererwartend schafften wir viele weitere Hunderte von Kilometern. Über zig Pässe duch die gesamten Dolomiten hat uns unser Landy gebracht. Leider haben wir dann bei der Ferienwohnung von Hannahs Eltern einen ganz schön großen Fleck unterm Auto hinterlassen (Niegelnagel neuer Hof, Ups!). Da war klar: irgendwas stimmt schon wieder nicht. Der untere Kühlerschlauch war diesmal gerissen. Also alles Kühlerwasser raus, mit Rescuetape neu flicken und das Kühlwasser wieder neu einlassen. Diesesmal wollten wir auf direktem Weg heim und einen Termin in einer Spezialwerkstatt machen. Die provisorische Reparatur reichte für das Timmelsjoch- und den Fernpass und hat bis zur Werkstatt in Pforzheim gehalten. Dort war leider die Fahrt zu Ende. Eigentlich wollten wir nur einen Termin ausmachen und das Auto später vorbeibringen, aber die Weiterfahrt wurde uns vom Werkstattmeister „verboten“. Nicht die Zylinderkopfdichtung oder der Zylinderkopf waren defekt, sondern wohl der Dieselkühler und so gelangt vom Dieselkreislauf (mit etwa 4bar), Diesel ins Kühlsystem (mit nur etwa 1.5bar). Das erklärt auch, weshalb der Kühlwasserstand nicht weniger wurde, obwohl wir immer Pfützen unter dem Auto hatten und es erklärt auch den Dieselgeruch der Pfützen.

Nun wird dieses Problem behoben und anschließend unser Landy vom Fachmann auf Herz und Nieren geprüft. Wir hoffen, dass er nicht allzuviele Krankheiten und Macken findet. Auch so ist es schon nicht gerade billig. Aber lieber jetzt als auf der Reise, sagen wir uns immer wieder. Aber es hat sich mal wieder gezeigt: Auch ein kaputter Landy bringt uns noch sicher hunderte Kilometer weit. 

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