Februar 2016

unser Auto





Landrover Defender TD5
Baujahr 2000
Diesel 2495 cm³
Zugelassen als Wohnmobil mit 4 Sitzen
Aktueller Kilometerstand: ca. 260.000km

Defender alias Landy



Viele Kilometer soll es uns tragen und viele Nächte wollen wir in oder auf ihm verbringen. Für unseren fahrbaren Untersatz waren wir lange auf der Suche. Das Auto muss ein richtiger Geländewagen sein, der sich durch die Wüste und durch den Dschungel quälen kann. Die Möglichkeit zum selber schrauben und reparieren muss gegeben sein und das Auto sollte in Afrika weit verbreitet sein, damit  man einfach an Ersatzteile und fähige Automechaniker kommt. Außerdem müssen wir uns das gute Stück auch leisten können. Im Internet stehen einige Autos von heimgekehrten Weltreisenden zum Verkauf, leider für unerschwingliche Preise.

Lange haben wir nach einem Toyota Landcruiser dem klassischen Buschtaxi gesucht. Leider sind diese sehr selten und wenn dann teuer oder mit minimaler Ausstattung. #MarkusNägele hat uns dann als Alternative den Landrover Defender ans Herz gelegt -danke Markus-, der gerade in Westafrika genauso verbreitet ist als der Toyota. Auf dem Weg in unseren Winter-Kurzurlaub haben wir uns dann verschiede Defender angeschaut, doch die Wagen bei den Händlern waren teuer und echt heruntergekommen. Unser letzter Stopp des Tages war dann im hessischen bei #Phillip. Über 2 Stunden hat er uns seinen Landy gezeigt inklusive Probefahrt mit allen Macken und Kanten. Er selber hatte den Defender fahruntüchtig vor einigen Jahren gekauft und mit viel Arbeit repariert und ausgebaut. Der Innenausbau wurde zusammen mit #offgemöbelt realisiert. Auf der Fahrt in den Schwarzwald haben wir dann lange diskutiert ob wir weitersuchen sollen und uns ärgern wenn das Auto dann weg ist, oder ob wir lieber gleich zuschlagen wollen. 70 Minuten konnten wir wiederstehen, dann war unser Landy gekauft. Seitdem gehört er uns. 

 

Ausstattung:

Fest eingebaute Küche
Spülbecken mit fließend Wasser (Tank 5l)
2-Flammen coleman Benzinkocher
Tisch zum Klappen über Spülbecken
diverser Stauraum
Dachzelt mit Matratze 2,1m x 2,6m
Dachträger mit Ersatzreifen
Zargesboxen 
seitliche Markise 
20l Wasserkanister an Hecktüre
Sandbleche als Klapptisch seitlich 
3 mal 20l Ersatzkanister Diesel 
zweite Autobatterie, Spannungswandler auf 230V, Solarpanel mit Laderegler 
Kompressor-Kühlbox

Februar 2016: TÜV

Tansania
deutscher Bürokratendschungel



Willkommen im Deutschen Bürokratendschungel. #Phillip der Vorbesitzer hat uns freundlicherweise zwei Wochen Zeit gegeben das Auto umzumelden. In dieser Zeit wollten wir auch gleich den Landy von einem Auto auf ein Wohnmobil umschreiben lassen. Das spart sowohl Steuer, als auch Versicherung. Allerdings müssen hierfür gewisse Anforderungen erfüllt sein. So ist der wohnliche Gesamteindruck einer dieser Vorgaben. Außerdem müssen neben einem Spülbecken auch einen Tisch, Sitzgelegenheiten und Stauraum vorhanden sein. Das Dachzelt zählt nicht als notwendige Schlafgelegenheit, sondern die Schlafgelegenheit muss im Fahrzeug bereitgestellt werden. Die Kochstelle muss zudem fest verbaut sein, ein Kocher reicht daher nicht aus. Schnell mussten wir uns für ein Kochsystem entscheiden. Gas oder Benzin. Bessere Verfügbarkeit und günstigerer Brennstoff haben das Rennen gemacht. Die kompakte Form des coleman Zweiflammenkocher ermöglicht den Einbau an der Hecktüre. Nachdem diese Punkte abgearbeitet waren, kam leider die Absage des TÜV, eine Wohnmobilzulassung sei doch nicht möglich, da eine #Stehhöhe von 2m vor der Kochstelle im Auto nicht gegeben sei. Im Internet geht diese Diskussion schon eine ganze Weile, da es diese Vorgabe wohl nicht mehr gibt. Leider wusste unser TÜV-Bearbeiter und auch dessen Chef dies nicht. Nur mit Bestätigung des Zolls würden sie es trotzdem machen. Beim ersten Telefonat haben diese auch versprochen dies zu tun, aber nach einem Tag haben sie ihre Meinung geändert und meinten nun die KFZ-Zulassungsstelle sei zuständig. Dort wusste wiederum nur der Chef Bescheid und hat uns wieder an den TÜV verwiesen, dieser hätte die alleinige Entscheidungsgewallt. Nur mit Hilfe des TÜV Dachverbandes in Berlin konnte der TÜV-Süd Heilbronn davon überzeugt werden, dass die Stehhöhe nicht mehr zwingend erforderlich ist. Zwei Wochen haben für diese ganze Bürokratie leider nicht gereicht und so hatten wir das Auto vorübergehend abgemeldet. Danke an #Stefan für die sehr entgegenkommende Hilfe beim Ummelden zum Wohnmobil.

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