11. Januar

Marokko



Die Berber und Medina

Geordneter Verkehr war gestern. Gleich in unserer ersten afrikanischen Stadt Fnideq war der Verkehr dicht und unübersichtlich. Alles lief kreuz und quer über die Straße. Am Zebrastreifen musste Hannah scharf bremsen und bums lag ein Rollerfahrer unter unserem Auto. Zum glück sind alle mit dem Schrecken davongekommen. Nach einer kurzen Fahrt entlang der Mittelmeerküste, vorbei an großen im Bau befindenden Ferienanlagen haben wir uns zu aller erst um eine Internet-Simkarte gekümmert. In einem großen Supermarkt in europäischem Stil haben wir uns noch etwas mit Lebensmittel eingedeckt und uns auf die Suche nach einem Campingplatz am Meer gemacht. Leider war alles zu oder verdreckt. Daher entschlossen wir uns noch etwas ins Riffgebirge hochzufahren und in Chefchaoun zu übernachten. Da wir bisher wenig Zeit hatten den Reiseführer zu wälzen sind wir mehr oder weniger zufällig dort angekommen. In unserer Navigationsapp hatten wir dort empfehlungen gefunden. Erst dort wurde uns bewusst was für ein Highlith dieser Ort in Marokko ist. Eine spektakuläre Altstadt (=Medina), mit unzähligen engen und verwinkelten Gassen, dazu fast völlig in blau und weiß getüncht, machen Chefchaoun so einzigartig. Auch ein "normaler" Urlaub wäre hierher eine Reise wert! Um etwas anzukommen, aufzuräumen und das Auto zu pimpen haben wir gleich 2 Nächte dort verbracht. Stadtbummel, Lagerfeuer, lecker marokanisch Essen gehen und mit anderen Reisenden plaudern war angesagt.
Von Chefchaoun suchten wir uns kleine Straßen durch das Riffgebirge bis zur "Perle des Orients". Fes beherbergt die größte zusammenhängende Medina der arabischen Welt. Der Reiseführer warnt davor ohne Führer dort hineinzugehen. Unzählige Gassen, Kreuzungen und Sackgassen lassen die Altsadt wie ein großes Labyrinth erscheinen. Die Navigation per GPS war zwar etwas nützlich, doch ist sie zu ungenau und aufgrund der engen und teilweise überbauten Gassen doch nur bedingt hilfreich. Auch wir gingen das ein und andere mal verloren. Mit Hilfe einiger Bewohner schafften wir es dann doch noch zurück zum Auto und suchten uns ca. 1 Stunde südlich von Fes einen Stellplatz für die Nacht im Nationalpark. Wieder gab es Frost, doch dank der Bäume über unserem Zelt, der Wärmflasche und Decken war die Nacht angenehm. Auf dem Campingplatz in Chefchaoun wurde uns von anderen Reisenden geraten, die großen Schnellstraßen zu meiden und doch lieber die schönen kleinen Straßen zu fahren. Gesagt getan, bogen wir in Azrou von der N13 ab in den Nationalpark. Hier wurden die Straßen einsam. Weite Hochebenen, dichte Wälder, einsame Schafherden, vereinzelte Hütten und plötzlich wieder Schneefelder lagen auf der Strecke. Auch die ersten Affen haben wir entdeckt. Die Landschaft wandelt sich so schnell. Gab es gerade noch dichten Nadelwald, prägt rot-leuchtender Lehmboden eine halbe Stunde später die Landschaft. Karge Steinböden, grüne Bachläufe, weiße Schneefelder und steile Berghänge wechselten sich ab. Leider mussten wir auf einer Piste umdrehen. Zu hoch lag der Schnee auf dem Weg. Die alternativroute hat den Namen "Straße" nicht verdient. So musste die niedrige Übersetzung und die Differentialsperre mehrmals zum Einsatz kommen. Heute stehen wir in Midelt auf dem Campingplatz und freuen uns schon sehr auf morgen. Hinter dem Atlas sollen die Temperaturen deutlich deutlich wärmer sein. Hoffentlich kein Schnee und kein Forst, kein frieren mehr!

13. Januar: Oase

Tansania
bei den Berbern wilkommen

Massiv ist das Atlasgebirge schon von Midelt aus am Horizont zu erkennen. Aus der flachen Ebene erhebt sich steil das schneebedecktes Massiv. Dort wollen wir drüber um dahinter in den Weiten der Sahara die Sonne zu genießen. Beim hochfahren relativiert sich die Höhe etwas. Durch die nur spärliche Vegetation mit höchstens kleinen Büschen wirkt nur alles viel Höher. Dafür ist alles so unglaublich weitläufig. Weit kann der Blick über die trockene Landschaft wandern. Unsere Straße führte uns wohl am Rande über das Atlasgebirge, denn von Schnee bekommen wir nun nichts mehr zu sehen. Dafür karge Steinberge, die wie Wellen erscheinen. Nur ab und zu kommt man durch ein kleines Dorf und man fragt sich wie hier irgendetwas überleben kann. Doch dann kommen wir ins Tal Ziz. Wasser bewirkt Wunder. Traumhaft stehen hier Palmen dicht an dicht. Dazwischen sind Felder und Olivenbäume angelegt. Das Wasser wird in Kanälen verteilt und portionsweise geschickt auf die Felder geleitet. Weiter fahren wir Kilometer weit durch trostlose, aber wie Hannah findet, wunderschöne Landschaft. Hier Oben werden wir von einer Universitäts- und Militärstadt überrascht. In einem Supermarkt mit europäischem Standart füllen wir einige Vorräte auf. Etwas außerhalb entdeckt Samuel wieder einen Flusslauf nur wenig abseits der Hauptstraße. Wir biegen auf eine Piste und schon bald sehen wir wieder eine dieser wunderschönen Oasen. Fast senkrecht eingeschnitten liegt das Tal unter uns. Auch eine Quelle ist auf der Karte eingezeichnet und so fuhren wir im kleinen Dorf Meski hinunter in die Oase. Eigentlich  wollten wir nur Mittag machen, aber Momo hieß uns so herzlich (auf deutsch) willkommen, dass wir kurzentschlossen hier blieben. Nur durch den Kontakt zu den Touristen kann Momo (26) fast fließend deutsch (neben französisch, italieneisch, spanisch, japanisch und natürlich arabisch und berberisch). Eigentlich hat er hier auf dem Campingplatz nur einen von 9 Souvenrierläden, kümmert sich aber liebevoll um alle Gäste. Seiner Herzlichkeit und seiner Einladung zum freitaglichen Cousscoussessen bei seinen Eltern ist es zu verdanken, dass wir noch einen Ruhetag hier im wunderschön angelegten Campingplatz unter Palmen eingelegt haben. Ausgiebige Spaziergänge durch das Tal und hoch zur alten Kasbah (alten Stadt) haben wir unternommen. Wer nach Marokko kommt, sollte hier einen Stop einlegen! Erst morgen am Samstag soll es nun entgültig weiter in den Süden in die Sahara zum Erg Chebbi gehen.

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08. Februar: Camping

Tansania
unsere Übernachtungsplätze





1. Nacht: Mazerulles *Danke David, Laui, Paul, Paula, Alex und Lili fürs Feuer anlassen
2. Nacht: Wildcampen mit gigantischer Aussicht auf das nächtliche Cerbere
3. Nacht: Campingplatz in Benicasim, netter sauberer Campingplatz, nichts besonderes
4. Nacht: wildcampen auf Olivenplantage, sehr nette Vorarbeiter
5. Nacht: Parkplatz in Algercira, laut und windig
6.+7. Nacht: Campingplatz in Chefchaoun, oberhalb der Stadt, netter Platz und netter Besitzer, heiße Dusche
8. Nacht: Wildcampen im Nationalpark, ruhig, nichts besonderes
9. Nacht: Wildcampen im Nationalpark, hammer Platz unter rießen Bäumen, absolut ruhig, empfehlenswerte Route
10. Nacht: Campingplatz in Midelt, nicht zu empfehlen, teuer und aufdringlich, lieber weiter südlich fahren
11.+12. Nacht: Campingplatz an der Quelle Meski, wunderschön unter Palmen, super netter deutschsprechender Momo
13. Nacht: Wildcampen in den Dünen von Erg Chebbi, Danke Philipp
14. Nacht: Wildcampen in einem kleinen Dünenfeld, gigantischer Sternenhimmel
15. Nacht: Wildcampen oberhalb eines Steinplateau nahe der algerischen Grenze
16. Nacht: Wildcampen kurz hinter M'hamid
17. Nacht: Wildcampen in den Dünen von Erg Chegaga
18. Nacht: Wildcampen im Palmenhain der Oase Akka
19. Nacht: Wildcampen außerhalb Tafroute
20. Nacht: Campingplatz an der atlantischen Küste
21. Nacht: Wildcampen auf einem Feld
22. Nacht: Campen im Nationalpark, 2€
23. Nacht: "PK 25", inoffizieller Campingplatz
24. Nacht: Wildcampen nahe der Straße
25. Nacht: Auberge Dauphine, Camping am Strand möglich, keine Dusche
26. Nacht: Campingplatz Nationalpark, 5€, schlafen im traditionellen Nomadenzelt möglich
27. Nacht: Camp im Nationalpark, keine Infrastrucktur
28.+29. Nacht: Auberge, Terjite et Vacances, neue saubere Toiletten, warme Dusche, gutes Essen- zu empfehlen, 3€ pP/Nacht
30. Nacht: Campen in den Dünen
31. Nacht: Camping Bab Sahara, von Schweizer geführt, 6€ pP/Nacht, schön
32. Nacht: Wildcampen mit Blick auf den Krater
33. Nacht: Campen in der Oase bei einer Nomadenfamilie
34. Nacht: Wildcampen mit Thomas und Claudia in einer Senke
35. Nacht: Wildcampen nahe der Straße
36. Nacht: Wildcampen mit Besuch großer Esel- und Rinderherden
37.+38. Nacht: Camping Zebrar Bar, 7,50 pP/Nacht, traumhafter Platz mit vielen schönen Tieren, von Schweizern geführt, sehr zu empfehlen
39.-43. Nacht: Dakar, zu Gast bei Esther Lehmann
44. Nacht: Campingplatz Ma Petite am Lac Rose, nett, leider ohne knall Rosa See
45. Nacht: Wildcampen im Nirgendwo
46. Nacht: Wildcampen im augetrockneten Flussbett
47. Nacht: Zu Gast bei Vöglis (Schweizer Missionare)
48. Nacht: Wildcampen mit Besuch bewaffneter Dorfbewohner die nach dem Rechten schauen wollten
49. Nacht: Camping bei Hassan, traumhafte Wanderungen im Fouta, Preis unverschämt hoch unbedingt verhandeln
50.-52. Nacht: Zu Gast bei Familie Müller in Telimélé
53. Nacht: Wildcampen am Rand eines Sumpfes
54. Nacht: Vor der Polizeistation, mussten aufgrund eines Buschfeuers am Abend umziehen
55. Nacht: Wildcampen am Rande eines Dorfes
56. Nacht: Wildcampen unter riesigen Mangobäumen am Rande des Nigers
57.-59. Nacht: Hotel Sleeping Camel Bamako, 4,50 pP/Nacht, sehr zu empfehlen (UN Bar), tolles Essen, Overlander Treffpunkt
60. Nacht: Wildcampen mit Blick auf einen Tümpel
61. Nacht: Wildcampen am Stausee
62. Nacht Wildcampen hinter den Sindou Peeks
63. Nacht: Campen am Hipposee, 1,50 pP/Nacht, keine Dusche, keine Toiletten
64.+65. Nacht: Campen am Parkplatz der Wasserfälle, 1,50 pP/Nacht keine Infrastrucktur, tolle Wasserfälle
66: Nacht: Wildcampen im Nirgendwo
67. Nacht: Camping im Nationalpark, verfallene Lodge, traumhafte Lage, 4,50 pP/Nacht
68. Nacht: Wildcampen am Fluss, schön und ruhig
69.+70. Nacht: Zu Gast bei John und Lis
71. Nacht: Campen in der Gando Primary School
72. Nacht: Wildcampen direkt am Fluß, mit Besuch vieler aus traditionellem Stamm (Stelle zum Wasserholen)
73. Nacht: Wildcampen im Busch
74.-78. Nacht: Campingplatz Cocobeach Chez Antoin, 2,50 pP/Nacht, traumhaft unter Palmen direkt am Strand
 

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